© 2019 Dr. Niklas Spitzer

Hyperhidrosis

Als übermäßiges Schwitzen bezeichnet man es, wenn jemand grundlos schwitzt, ohne dass der Körper beispielsweise durch hohe Außentemperaturen oder physische Bewegung dazu stimuliert wird. Dies kann einen großen Einfluss auf den Alltag und das Selbstwertgefühl Betroffener haben. Doch es gibt Möglichkeiten, um übermäßiges Schwitzen zu bekämpfen.

Menschen, die übermäßig schwitzen, haben die Krankheit Hyperhidrose. Diese resultiert aus überaktiven Schweißdrüsen, allerdings ist die exakte Ursache unbekannt. Menschen mit Hyperhidrose produzieren bis zu fünf Mal mehr Schweiß als benötigt.

Übermäßiges Schwitzen kann von Krankheiten und bestimmten Medikamenten zeitweise auftreten, dies nennt man sekundäre Hyperhidrose.

Hyperhidrose-Botoxtherapie

Ablauf der Behandlung:

Vor der Behandlung wird die Haut lokal desinfiziert. Die Applikation erfolgt in Rückenlage.

Botulinumtoxin A, besser bekannt als Botox, wird in extrem verdünnter Form in die zuvor desinfizierte Haut des gesamten hyperhidrotischen Areals gespritzt. Je nach Größe der zu behandelnden Fläche sind mehrere Stiche erforderlich. 

Nach der Behandlung reicht ein Abtupfen. Die üblichen Aktivitäten können sofort wieder aufgenommen werden.

Wie wirkt Botox?

Nervenendigungen, die in unmittelbarem Kontakt zu den Schweißdrüsen stehen, werden durch elektrische Impulse zur Abgabe einer Transmittersubstanz angeregt, die die Schweißdrüsen zur Schweißsekretion veranlassen. Botox entfaltet seine Wirkung unmittelbar an den Nervenendigungen, indem es die Freisetzung der Transmittersubstanz blockiert.
Wie lange hält die Wirkung an?
Die Schweiß-Blockade hält 5 bis 9 Monate an. Im günstigsten Fall profitiert der Hyperhidrose-Patient sogar ein ganzes Jahr von einer Injektionsanwendung. Nach dieser Zeit haben sich die Nervenendigungen wieder regeneriert und die Schweißbildung tritt erneut auf. Eine Wiederholung der Botox-Behandlung steht an. Bei wiederholten Botox-Gaben kann sich die Wirkungsdauer deutlich verlängern.
Bei manchen Menschen schlägt die Behandlung allerdings nicht an. Einige Prozent der Bevölkerung besitzen oder bilden Antikörper gegen Botox und der gewünschte positive Effekt bleibt aus.

Welche Regionen können behandelt werden? 

Vorwiegend werden die Achseln behandelt. Sehr gute Ergebnisse gibt es auch bei anderen Regionen wie Hand und Fußsohlen. 

Risiken und Nebenwirkungen:

Bei Applizierung im Bereich der Achselhöhle sind keine Nebenwirkungen bekannt. Bei der Injektion im Bereich der Hände und Füße kann es zu Störungen der Feinmotorik kommen. Folgeerscheinungen dieser Art sind allerdings nie von längerer Dauer. Erfolgt die Anwendung durch einen erfahrenen Arzt, sind die genannten Nebenwirkungen nahezu auszuschließen.

Hyperhidrose-Lasertherapie

Als einer der ersten in Österreich verwende ich zur Behandlung von Schweißdrüsen den dazu nötigen 1470 nm Laser. Um die Behandlung möglichst angenehm zu gestalten habe ich eine eigene Methode entwickelt. In Anwesenheit eines Narkosearztes schlafen Sie überwacht ein. Währenddessen wird bei dieser Behandlung der Hyperhidrose ein einziges 2mm Schnittchen angelegt, über das die Laser-Faser eingeführt wird. Dieses bringt die Schweißdrüsen regelrecht zum Schmelzen. Als Resultat kann dann nur noch erheblich weniger Schweiß produziert werden. Der eigentliche, operative Vorgang zur Beseitigung der Hyperhidrose dauert 15-20 Minuten.
Im Vergleich zu der Operation zeichnet sich meine Methode dadurch aus, dass sie effektiver, schneller und sanfter ist. Schweißdrüsen, die einmal zerstört sind, wachsen in dieser Form nicht wieder nach. Das vermehrte Schwitzen ist für immer reduziert. Allerdings muss ein Teil der Patienten zweimal behandelt werden, um den gewünschten Effekt zu erreichen. Im Idealfall bemerken die gelaserten Patienten im behandelten Bereich nur noch bei Hitze eine kleine Menge Schweiß: In Situationen, in denen andere schwitzen, werden diese dann auch schwitzen – nur weniger.
Kompensatorisches Schwitzen gibt es nach der Laserung der Schweißdrüsen nicht. Komplikationen durch veränderte Schweißproduktion des Gesamtorganismus kommen nicht vor.

 Dennoch gibt es auch Nachteile der Methode, die genau zu besprechen sind. Manchmal können kleine Verbrennungen oder Gefühlsstörungen auftreten, bei einem Teil der Patienten schlägt die Therapie auch nicht ausreichend an.

Bei einem Beprechungstermin kann ich Ihnen die Details sowie die Vor- und Nachteile genau schildern.